Geschichte
Schohusen liegt mitten im Landkreis Oldenburg. Die Ortschaft besteht aus zwei Höfen und mehreren Wohnhäusern.
Geschichte Schohusen
Schohusen ist sowohl Familienname als auch der Name zweier größeren Hofstellen am rechten Ufer der Hunte in der Nähe des Dorfes Sandhatten (Gemeinde Hatten, Landkreis Oldenburg). Schohusen liegt auf halber Höhe zwischen den Städten Oldenburg und Wildeshausen.
Was dem Ort die Bedeutung gegeben hat, ist seine Lage auf einer Anhöhe in der Nähe einer Furt. Die Hunte bildet dort heute die Gemeindegrenze zwischen Hatten und Großenkneten auf den anderen Seite der Hunte. Sie trennte schon in alten Zeiten den Largau und den Gau Leri, Engern und Westfalen. Ein kleiner Bach, welcher im Sommer nur noch eine grüne Talmulde bildet, mündet bei Schohusen in die Hunte. Vor seiner Mündung war aus Schwemmsand eine Sandbarriere entstanden. Diese bot bis zum 19. Jahrhundert im Sommer einen verhältnismäßig günstigen Übergang. Obwohl die Hunte dort begradigt ist, und die Furt jetzt in einem toten Huntearm liegt, sind die früheren Verhältnisse auch heute noch ganz gut erkennbar.
Zwischen Oldenburg und Wildeshausen war diese Stelle bis ins 19. Jahrhundert eine von den wenigen, wo der recht wasserreiche Fluss mit Pferd und Wagen durchquert werden konnte. Im Laufe des 17. Jahrhunderts entstand auch eine Personenfähre. Hollandgänger aus dem Oldenburger Land nutzten den Übergang auf ihrem Weg zu ihrer Arbeit in Holland. Der infolge dieser Übergangsmöglichkeit über den Fluss sich entwickelnde Verkehr hat dem Ort natürlich eine gewisse Bedeutung gegeben. Heute liegt Schohusen etwas abseits vom größeren Verkehr, da im 19. Jahrhundert in den benachbarten Orten Sandhatten und Ostrittrum Brücken gebaut worden sind. Dies sind die Dehlandbrücke zwischen Sandhatten und Huntlosen sowie die Petersbrücke zwischen Ostrittrum und Westrittrum.
Durch einen außergerichtlichen Kaufvertrag erwarb 1894 Landwirt Johann Hinrich Oltmann aus Ohe, Gemeinde Dötlingen, den rund 44 ha großen Hof Schohusen von D. G. Bruno Willers mit Auflassung vom 4. Mai 1894. Dieser Hof, der seit 1251 urkundlich bekannt ist, war in früherer Zeit im Besitz des Klosters Bassum, anschließend gehörte er dem Oldenburger Grafenhaus. Ab 1489 werden dann "freie Meier" genannt, die den Urkunden nach den Hofnamen Schadehusen zu ihrem Familiennamen machten.
Im Laufe der Jahre wurde durch kleine Änderungen der Name Schohusen daraus, der 1637 erstmalig erwähnt wird. Nachdem der Hof über 350 Jahre im Besitz derselben Familie war, wurde der Rumpf 1885 zwangsversteigert, da die Einrichtung der Rieselanlagen an der Hunte finanziell nicht verkraftet werden konnte und eine übernommene Bürgschaft in bedeutender Höhe ausgezahlt werden musste. Der größte Teil der Besitzungen, zu der um diese Zeit auch viele Ländereien auf dem "Sandhatter Esch" und dem "Haferkamp" gehörten, wurde unter der Hand verkauft. So verlor der Hof auch eine 51 ha große Heidefläche, die als Schafweide genutzt wurde. Diese grenzte direkt an den Betrieb.
Ein Zigarrenfabrikant, Friedrich Konrad Werges aus Hemelingen, erwarb den Hof in der Zwangsversteigerung am 21. Janaur 1885, jedoch verkaufte Werges am 26. Mai 1887 an den bereits erwähnten Willers. Dieser musste den Hof nach sieben Jahren wieder verkaufen. Sein Nachfolger Johann Hinrich Oltmann übernahm einen Betrieb, der durch den mehrfachen Besitzerwechsel und die damit verbundenen finanziellen Schwierigkeiten in den vorangegangenen Jahren sehr gelitten hatte. Durch den zuvor erwähnten Verkauf der Schafweide war die Schafhaltung aufgegeben worden. Der Plaggenmist aus der Schafhaltung fehlte aber auf dem Acker. Der trockene, leichte Sandboden hatte in den folgenden Jahren sehr darunter zu leiden. 17 Jahre bewirtschaftete Johann Hinrich Oltmann den Hof Schohusen. Durch Kaufvertrag vom 4. November 1909 verkaufte er ihn dann an den Landmann Gerhard Wilken-Röben mit der Auflassung zum 3. Mai 1911. Dafür erwarb Johann Hinrich Oltmann 1910 die früher zu diesem Betrieb gehörende, 51 ha große, angrenzende Schafweide von seinem Neffen Heinrich Gramberg aus Dingstede für 5000 Reichsmark. Dieser hatte die Heidefläche bereits zwei Jahre vorher von Landwirt Heinrich Backhus (Twiestmeyer), Sandhatten, erworben. Ihm wurde dann aber von seinen Angehörigen wegen der bevorstehenden Einberufung zum Wehrdienst von der mühsamen Kultivierung des kärglichen Heidebodens abgeraten, so dass es zum Kaufvertrag mit seinem Onkel kam.
(nach Aufzeichnungen von Adolf Johann Oltmann)
Unsere Familiengeschichte
Die Anfänge in Schohusen
Seit über 125 Jahren bewirtschaftet die Familie Oltmann den Hof in Schohusen mit viel Hingabe und Verantwortung.
Herausforderungen und Wandel
Mehrere Besitzerwechsel und finanzielle Hürden prägten die Geschichte, doch die Familie Oltmann hielt stets an nachhaltiger Landwirtschaft fest.
Unsere Werte heute
Verantwortung für Boden und Natur ist für uns nicht nur Tradition, sondern tägliche Verpflichtung in Schohusen.